Ich bin in einer wohlhabenden Anwaltsfamilie aufgewachsen, in der das Thema Geld keine Rolle spielte, weil es ausreichend zur Verfügung stand. Meine Eltern kümmerten sich nicht einmal selber um ihre Vermögensanlage und Vermögenssicherung, sondern hatten dafür einen Finanzexperte engagiert, dessen Tipps meistens widerspruchslos befolgt wurden. Natürlich war der ein guter Freund des Hauses, mit dem mein Vater regelmäßig Tennis und Golf spielte und der uns gelegentlich auf seine Yacht oder sein Anwesen in der Toskana einlud. Für meine Eltern stand immer fest, dass einer von ihren drei Kindern mal die Anwaltskanzlei übernehmen sollte und die anderen natürlich auch in gut bürgerlichen Berufen unterkommen.
Sie waren ja in der Lage, die bestmögliche Ausbildung auch zu finanzieren. Umso schwerer hatte ich es, mich mit meinen künstlerischen Ambitionen durchzusetzen. Natürlich gehörte es in unserer Familie zum guten Ton, dass jedes Kind ein klassisches Instrument lernt. Mir hatte es die Geige angetan, also wurde ich daran ausgebildet. Als Jugendlicher bekam ich durch eine Freundin dann Kontakt mit einer Schülerband, die noch Verstärkung suchte. Da ich mittlerweile auch Gitarre ganz gut beherrschte und auch meine Singstimme brauchbar war, gehörte ich nach der ersten Probe dazu.
Meinen Eltern gefiel das natürlich überhaupt nicht, genauso wenig wie mein Wunsch, an einer Musikhochschule studieren zu wollen. Sie meinten als Hobby wäre das in Ordnung, aber doch nicht als berufliche Perspektive. Mein Vater drohte gar mit Enterbung. Ich ließ mich nicht einschüchtern und finanzierte mir mein Studium mit den Auftritten unserer Band und dem Erteilen von Musikunterricht selber. Inzwischen sind wir sehr gut im Geschäft und ich habe begonnen, mich um meine eigene Vermögensanlage und Vermögenssicherung zu kümmern.